Kinder- und Jugendlichenkieferorthopädie

 

Weiche Nahrung, Schnuller, Daumenlutschen, Babybecher und Mundatmung tragen über die Jahre der frühen Kindheit zu einer ungünstigen Kiefer- und Gesichtsentwicklung bei! Die Folge ist eine falsche Zungenlage beim Schlucken und Sprechen, eine zu geringe Spannung der Kau- und Gesichtsmuskeln und ein vorwiegend offen stehender Mund!

 

Da die Zahnstellung stark vom muskulären Gleichgewicht der Zunge, Wangen und Lippen abhängt, zeigen sich bei den betroffenen Kindern schmale Oberkiefer mit vorstehenden Schneidezähnen, Kreuzbisse und ein zurückliegender Unterkiefer. Diese Symptome verstärken sich auf Dauer gegenseitig und bilden einen Teufelskreis, der in der Folge nur mit aufwendigen kieferorthopädischen Behandlungen im Teenageralter oder später behoben werden kann! Das frühe Ausschalten dieser falschen Muskelfunktionen ist der beste Weg, das volle Wachstumspotential der Kiefer und Zähne im Interesse einer optimalen Gebissentwicklung auszuschöpfen.

 

Muskelfunktionstherapie

 

Durch das vorwiegend nächtliche Tragen einer speziellen Trainingsspange (Position Trainer) können die Kinder völlig unbewusst und problemlos ungünstige Gewohnheiten wie Zungenpressen oder Mundatmung abstellen. Die Kau-, Lippen- und Zungenmuskulatur wird gezielt aktiviert. Die Zunge liegt am Gaumen und formt den Oberkieferzahnbogen richtig aus. Das Kind atmet durch die Nase, der Unterkiefer verlagert sich etwas vor und die Lippen können zwanglos geschlossen gehalten werden.

 

Kreuzbisse

 

Individualspangen, die speziell angepasst werden und herausnehmbar sind, können den Oberkiefer in seiner Breite fördern und Kreuzbisse beseitigen. Häufig ist das Verstellen der Spange mittels eines Stäbchens notwendig. Diese Spangen müssen unbedingt nachmittags und nachts getragen werden, damit die Behandlung erfolgreich funktioniert. Die Frühbehandlung dauert in der Regel ca. 2 Jahre. Häufig kann eine weitere Behandlung zu einem späteren Zeitpunkt vermieden aber nicht ausgeschlossen werden. Normalerweise beginnt im Alter um das 10. Lebensjahr der Zahnwechsel der Seitenzähne. Zu diesem Zeitpunkt kann der Kieferorthopäde sehr gut beurteilen, ob die Zähne ausreichend Platz haben werden und der Biss stimmt. Denn ein harmonisch ausgeformtes und gut verzahntes Gebiss ist sehr wichtig für die optimale Nahrungszerkleinerung, die effiziente Zahnhygiene und ein langfristig gesundes Zusammenspiel der Kaumuskeln und Kiefergelenke. Darüberhinaus möchte natürlich jeder gerne beim Lachen seine schönen geraden Zähne zeigen können!

 

Lockere Zahnspangen: Aktivator, Bionator, Funktionsregler, Platten

 

Häufig besteht die Notwendigkeit zunächst eine herausnehmbare Individualspange einzusetzen, die nachmittags und nachts getragen wird. Mit solchen lockeren Spangen kann das Wachstum der Kiefer richtig beeinflusst werden. Die Backenzähne werden beim Wachsen in die richtige Position gelenkt und geringfügig schief stehende Zähne werden begradigt.

 

Festsitzende Zahnspangen: Brackets

 

Wenn alle bleibenden Zähne durchgebrochen sind, fällt die Entscheidung, ob mit Hilfe einer festen Spange die Zahnstellung noch zu optimieren ist. Festsitzende Spangen, Brackets genannt (nickelarm) und die dazugehörigen Metallbögen sorgen für eine optimale Positionierung und Drehung der einzelnen Zähne samt ihrer Wurzeln zum Erreichen einer richtigen Verzahnung. Die Jugendlichen stellen sich in vierwöchigem Abstand in unserer Praxis zur Kontrolle vor.

 

Stabilisierung der Zahnstellung: Retentionsspangen und Unsichtbarer Dauerretainer

 

Ist die frühere Kiefer- und Zahnfehlstellung erfolgreich korrigiert und ein schönes Ergebnis erreicht worden, muss dieser Erfolg langfristig gesichert werden. Die Zähne brauchen nach Entfernung der Brackets Zeit, um in der neuen Stellung fest zu werden. Ihre Neigung zum Zurückwandern ist zunächst stark ausgeprägt und nimmt erst ganz allmählich ab. Auch ein noch nicht abgeschlossenes Kieferwachstum verstärkt diese Tendenz. Wir setzen zu diesem Zeitpunkt eine herausnehmbare Haltespange oder-schiene im Ober- und Unterkiefer ein. Diese Geräte sind den Anweisungen entsprechend regelmäßig vorwiegend nachts (insgesamt ca. 12h) zu tragen – üblicherweise für mindestens ein weiteres Jahr. Darüberhinaus gibt es eine komfortable und unkomplizierte Möglichkeit, die Zähne im Schneidezahnbereich langfristig zu stabilisieren, d.h. mindestens bis zum Alter von ca. 20 Jahren oder länger. Durch Einkleben eines Haltedrahtes (Dauerretainers), der an der Hinterfläche der Schneidzähne befestigt wird, ist die Stellung für mehrere Jahre gesichert und die Zähne können nicht zurückwandern. Dieser Draht besteht aus einer völlig geschmacksfreien und mundverträglichen Edelmetalllegierung. Er ist durch grazile Klebepunkte an der Rückseite der Schneidzähne befestigt und stört weder beim Sprechen noch beim Essen. Beim Lachen ist er unsichtbar. Der Dauerretainer wird im Anschluss an die abgeschlossene kieferorthopädische Behandlung in halbjährlichem Abstand von uns oder dem Zahnarzt kontrolliert.

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